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Chronik
der Klasse 10b Jahrgang 80/81
| 1975 |
Einschulung an der Städtischen Realschule Büren.
Frau Berg, unsere Klassenlehrerin, hatte „eine so schöne spitze
Nase“,
das fand wohl auch ihr Mann, sie wurde schwanger und verschwand !
...erste traumatische Erfahrungen mit dem Geschichtsunterricht,
die nur mit Erfrischungstüchern hinter dem Vorhang
ertragen werden konnten ...
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| 1977 |
Frau Adrian, jung, aktiv, knallhart (Sport/Musik) führt uns in
gymnastiktänzerische Höhen, lässt uns vom Hochbarren
fliegen
und gibt uns den unvergessenen Song „Ich Kujawjak, du Kujawjak“
für ewig mit auf den Weg.
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| 1977 |
Unsere Schullaufbahn erreicht einen ersten Höhepunkt mit dem
konstanten Fluchtgedanken vor Herrn Bexten, der (erinnere ich
mich richtig) musikalisch ebenfalls sehr engagiert war („du gibst
jetzt die Trompete her, Stefan!“) und in Folge dessen den Ruf
von H. Finkeldei als Schlägerin der Klasse begründete
(3 Sekunden = Affekt, ASchO).
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| 1978 |
10 Jahre nach den 68er-Revolten stehen auch wir für unsere Rechte
auf:
Eine Plakatgroßaktion auf den Betonstufen schreit nach Hitzefrei,
Herr Hollemann führt entnervte Gespräche und wird schließlich
rabiat,
bedröppelte Schüler werden erfolglos in die Klasse abgeführt,
aber.... für einen Moment war er da, der Geist von CheGuevara
und
Karl Marx, Jahre später wird unser Schlachtruf in der DDR
aufgenommen: „Wir sind das Volk“...
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| 1979 |
Nordenham, die 8b und 8a halten sich in der Jugendherberge auf,
genießen nach einer sehr „bewegten“ Überfahrt nach Helgoland
den wunderbar grau-blau hergerichteten, in kleinen Bröckchen
servierten Labskaus (an diesem Tag sparte die Küche ordentlich
- uns fehlte der rechte Appetit!).
Dieser legendären Fahrt haben wir die neu aufgelegte CD
„Best of 10b“ zu verdanken, deren Songs in einer dunklen Spelunke
knapp über’m Deich alle ausgetanzt und für bahnbrechend befunden
haben: „Born to be alive“.
Herr Schlott und Frau Kress staunten über unsere
5-Stunden-Dauertanz-Aktionen!
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| 1979 |
Skandal um Frau Ryska ! Eine neue Englischlehrerin, aus dem Ruhrgebiet
viel gewohnt und daher locker, mit ‘68er-Idealen und Musik von den
Dubliners schockt sie den werten und sehr
konservativen Herrn Direktor Hollemann.
Gipfel dieser Aktion: morgendliches Auftauchen mit Jeanskappe und
Käfer-Cabrio im Schlepptau von Herrn Schlott (mittlerweile sind
aus
diesen Revolutionären ehrenvolle Eheleute mit einem Kind geworden....)
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| 1980 |
Gerleve: Einkehrtage zeigten uns, wie schön gregorianische Gesänge
sind,
dass Priester manchmal auch so ihre Probleme mit dem sehr privaten
Leben
haben und wie gut man in einem Raum voller Kissen bolzen kann!
Unsere Klassenlehrerin war Frau Lammersdorf, wiederum nicht so lange,
denn auch sie wurde wohl (aus lauter Verzweiflung über uns
???)
schwanger und ging kurz vor uns von der Schule ab...
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| 1981 |
Abschlussfahrt nach Wien, wieder mit Frau Kress, die als Noch-Single
in solchen Schwangerschaftsnöten einspringen musste. Nun ja, Prater,
Heuriger, Hofreitschule und McDonalds - eine gute Mischung,
Jutta und Michael als erstes Klassenpärchen, U-bahn fahren, Leute
verfolgen (siehe „Wer wir sind“ - das Bild entstand in der Fußgängerzone
vor’m Stefansdom) - der Heimweg wurde von einer scheinbar mit Sprung
versehenen Platte begleitet: Hilla spielt schief aber unermüdlich
„I’m leaving on a jet plane“ auf der Gitarre - na dann!
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| 1981 |
Abschlussfeier der Klasse 10b, unglaubliches Händegeschüttel
in der
aus allen Nähten platzenden Aula, abends zeigt sich eine „boygroup“,
gegen die die Backstreet Boys ein lahmer Verein sind:
Das Männerballett der 10b heizt in Weine in der Stadthalle ordentlich
ein, Matthias Goldstein ist der schönste sterbende Schwan,
den die Welt je gesehen hat!
Von diesem Jahrhundertereignis blieb der Nachwelt kein einziges Foto
erhalten, da Betty (mit Verlaub, Frau Hesse) zwar attraktiv den Foto-
apparat vor sich baumeln ließ, aber zu diesem Zeitpunkt mit einem
Lachkrampf und tränenden Augen vor der Aufführung verharrte
- schade auch! |
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